Oldenburger Pferde
Thu 20. Nov 2008
Schrift
  

8. Dezember 2007 - 43. Winter Mixed Sales: Equipage für 113.000 Euro nach Österreich



Günther Lüschen war völlig überwältigt. Mit 113.000 Euro für seine Equipage (v. Sandro Hit-Feiner Stern) bei der 43. Winter Mixed Sales hatte der Züchter aus Wardenburg nicht gerechnet. Das Bieterduell zwischen der kanadischen Weltklasse-Dressurreiterin Evi Strasser und Sissy Max-Theurer entschied letztlich die österreichische Dressur-Olympiasiegerin für sich. Evi Strasser konnte sich aber drei andere Pferde sichern, darunter für 85.000 Euro den Welt Hit II-Sohn Wonderful Dream (Z.: Oliver Kotschofsky, Visbek). 90.000 Euro legte der Belgier Patrick D’eer für die staatsprämierte Fuchsstute Vogelhochzeit (v. Rosario-Alabaster, Z.: Jürgen Stückemann, Neuenkirchen) an.

Im Oldenburger Pferde Zentrum Vechta konnte Auktionator Uwe Heckmann nicht nur Käufergruppen aus über 25 Nationen – von Russland bis Monaco, von Finnland bis zum Iran - als Gäste begrüßen. Auch die erzielten Umsätze lesen sich rekordverdächtig.

54 Reitpferde wurden zu einem Gesamtumsatz von 1.065.500 Euro versteigert (Durchschnittspreis 19.731 Euro). Bald die Hälfte der Pferde wechselte ins Ausland. Die neun Zuchtstuten erzielten einen Gesamtumsatz von 84.800 Euro bei vier Verkäufen an Kunden aus dem Ausland (Durchschnittspreis 9.422 Euro). Die fünf zweieinhalbjährigen Dressur-Junghengste kosteten durchschnittlich 18.083 Euro, die fünf Spring-Junghengste durchschnittlich 15.440 Euro.

Besonders Bernadette Brune aus Monaco schlug in Vechta zu. Für ihren neuen Dressurstall in Südfrankreich erwarb sie neben dem Rhodes Scholar-Sohn Ruprecht (Z.: Heinz Hollermann, Kettenkamp) noch zwei weitere Offerten. Horst Gerster aus Baden-Württemberg war die staatsprämierte Stedinger-Tochter Sayonara (Z.: Heinrich Klausing, Diepholz) 40.000 Euro wert.

An den Perser Magid Sharifi wurden zwei Springpferde zugeschlagen und die Zuchtstute Ballade (v. Contifax-Grannus, Z.: Martina Biermann, Essen). Italien wird die neue Heimat der Brillantring-Stute Pax (v. Ex Libris-Corde, Z.. Claus Hüppe, Großenkneten). Nach Moskau ging für 16.000 Euro der Dressur-Junghengst Sir Gero (v. Sir Donnerhall-Rohdiamant, Z.: Georg Meyer, Nutteln). In Deutschland, genauer gesagt in Brandenburg, bleibt der Dressur-Junghengst Santo Arminio (v. Sandro Hit-Donnerhall, Z.: Jutta Kelle, Minden), der 33.000 Euro kostete.

Insgesamt sechs Pferde wechselten nach Italien, jeweils vier nach Spanien bzw. Belgien, jeweils drei nach Monaco, Großbritannien, Niederlande, Kanada und den Iran, zwei in die USA und nach Österreich und jeweils eins nach Finnland, Russland und in die Schweiz.

Das Weser-Ems-Reitpony Veni Vidi Vici, ein gekörter Vulkan-Sohn (Z.: Janine Ebert, Dötlingen) und 2007 Finalist beim Bundeschampionat der fünfjährigen Springponys, wurde für 12.000 Euro zugeschlagen.

„Der Zuschlagspreis von 113.000 Euro für das Spitzenpferd Equipage markiert einen neuen Rekord und bedeutet einen krönenden Abschluss eines über alle Maßen erfolgreichen Auktionsjahres 2007 in Vechta. Mein Dank gilt den Züchtern und dem Auktionsteam um Uwe Heckmann, die diese Erfolge für den Oldenburger Verband möglich gemacht haben“, resümierte Verbandspräsident Wilhelm Weerda sichtlich zufrieden im Anschluss an die Auktion.

(TBe)

 

Auktionsergebnisse