Oldenburger Pferde
Sat 13. Mar 2010
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6. Oktober 2007 - 210.000 Euro-Preisspitze Desperado



Im Bieterduell um den vierjährigen Desperado behielt die Pferd 24 GmbH aus Baden-Württemberg die Oberhand. Der rappfarbene Dressage Royal-Rouletto-Sohn aus der Zucht von Karl Lenk, Glossen, wird von der bekannten Championatsreiterin Nadine Plaster weiter gefördert. Während Desperados, der bereits Seriensiege in Reitpferdeprüfungen und Platz vier beim Oldenburger Landeschampionat vorweisen kann, in Deutschland bleibt, wird Re Call die Reise nach Brasilien antreten. Die staatsprämierte vierjährige Royal Olymp-De Niro-Tochter (Züchter: Ira Denkhaus, Plaaz), Bronzegewinnerin beim Landeschampionat und platziert beim Bundeschampionat, wurde für 91.000 Euro zugeschlagen.
 
Insgesamt erzielten die 71 versteigerten Reitpferde bei der 67. Elite-Auktion im Oldenburger Pferde Zentrum Vechta einen Umsatz von 2.251.000 Euro, wobei der Durchschnittspreis bei 31.704 Euro lag. Die 36 Fohlen kosteten insgesamt 363.500 Euro (Durchschnittspreis 10.097 Euro). 34 der Reitpferde und 16 der Fohlen gingen an Kunden im Ausland. Die zwei Weser-Ems-Reitponys erzielten einen Gesamt-Umsatz von 25.500 Euro (Durchschnittspreis 12.750 Euro), die drei Weser-Ems-Reitponyfohlen einen von 19.500 Euro (Durchschnittspreis 6.500 Euro).

13 der Reitpferde kosteten 50.000 Euro und mehr, darunter der Sandro Hit-Rubinstein-Sohn Savonarola (Z.: Wilhelm Hoffrogge, Dötlingen), der für 85.000 Euro in einen Dressur-Ausbildungsstall in Nordrhein-Westfalen wechselte. Wolfgang Stritzke aus Schleswig-Holstein legte 75.000 Euro für Dorion an. Der dunkelfuchsfarbene Dormello-Sion-Sohn aus der Zucht von Wilfried Schlotmann, Bakum, soll von Martin Christensen weiter gefördert werden, der kurz zuvor mit dem ehemaligen Auktionspferd Del Martino überlegen das 22. Vechtaer Dressurchampionat gewonnen hatte.

Teuerstes Springpferd war mit einen Zuschlagspreis von 50.000 Euro Qualitive de la Vie (v. Quattro B-Pilot, Z.: Gestüt Lewitz, Steinfeld). Im Sattel der bereits bis S-Springen siegreichen Fuchsstute wird zukünftig das 15-jährige Talent Josef-Jonas Sprehe aus Cloppenburg sitzen. Der schweizerische Weltklassereiter Beat Mändli sicherte sich für 42.000 Euro den Conterno Grande-Zymbal-Jumper Cannon Ball (Z.: Martin Purk, Löningen). An einen Springreiter aus Indien ging die Oldenburg-International-Stute L’Avenue R (v. Lancer III-Calando IV, Z.: Willi Rethemeier, Lienen).

Teuerstes Fohlen war mit einem Zuschlagspreis von 28.500 Euro Dessert Storm. Der schwarzbraune Desperados-Walt Disney I-Sohn aus der Zucht von Johannes Veenhuis, Friedeburg, wechselte zur Aufzucht in Schweiz.

Wie das teuerste Reitpferd, wird auch das mit einem Zuschlagspreis von 17.000 Euro teuerste Weser-Ems-Reitpony, die Stute Felice (v. Constantin-Sandro Ace, Z.: J. Wernke, Cloppenburg), unter dem Sattel von Nadine Plaster zu sehen sein.

„Wir sind äußerst zufrieden“, kommentierte Verbandspräsident Wilhelm Weerda das Ergebnis der 67. Elite-Auktion und nannte als Grund für den Rekord-Durchschnittspreis die beispiellose Qualitätsdichte der Kollektion. „Auch freut uns, dass trotz regen Auslandsinteresses auch viele gute Pferde in Deutschland geblieben sind.“ Auktionator Uwe Heckmann schloss sich dem an, dankte den Züchtern, Ausstellern und seinem Auktionsteam, ohne die dieses Ergebnis nicht hätte erzielt werden können, und kündigte für die 43. Winter Spezial-Auktion am 8. Dezember 2007 erneut eine hochkarätige Kollektion an.

(TBe)

 

Auktionsergebnisse