Oldenburger Pferde
Thu 20. Nov 2008
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4. Oktober 2008 - 400.000 Euro-Preissensation Statesman



Im Bieterduell zwischen Luxemburg und Hamburg um Statesman behielten Michel Waehnert und Verena Heinz von Lux-Dressage mit dem Sensationsgebot von 400.000 Euro die Oberhand. Damit wurde der seit bald zehn Jahren währende Preisrekord für August der Starke, der damals für 667.000 Mark ins Schloss Achleiten wechselte, eingestellt. Der gekörte Statesman, der beim diesjährigen Bundeschampionat der dreijährigen Hengste Bronze gewann, wird zukünftig von dem bekannten Luxemburger Ausbilder Sascha Schulz gefördert. Ihren Freudentränen freien Lauf ließ die Züchterin von Statesman, Ann Kitchel. Die US-Amerikanerin hatte 2001 die Mutter St.Pr.St. Weissendra in Vechta ersteigert, die wiederum aus der Zucht der Familie Graf von Merveldt stammt, wo der schwarzbraune Stedinger–Donnerschwee-Sohn 2005 auch geboren wurde.
Neben Statesman erwarb Lux-Dressage noch die mit 60.000 Euro teuerste Offerte des Pferdestammbuches Weser-Ems, den gekörten Reitponyhengst Hennes (v. Henry-Balthasar, Z.: Jandieter Heidkross, Westerstede).
 
Insgesamt erzielten die 69 versteigerten Reitpferde bei der 69. Elite-Auktion im Oldenburger Pferde Zentrum Vechta einen Umsatz von 2.419.000 Euro, wobei der Durchschnittspreis bei 35.058 Euro lag. Die 46 Fohlen kosteten insgesamt 465.200 Euro (Durchschnittspreis 10.113 Euro). 35 der Reitpferde und 15 der Fohlen gingen an Kunden im Ausland. Die fünf Weser-Ems-Reitponys erzielten einen Gesamt-Umsatz von 131.500 Euro (Durchschnittspreis 26.300 Euro).

Zehn der Reitpferde kosteten 50.000 Euro und mehr, darunter der Royal Diamond-Parabol-Sohn Roadrunner (Z.: Peter Ogrizovic, Lohne), der für 150.000 Euro in den Stall der Familie Kampmann in Hamburg wechselte. 140.000 Euro legte die in Großbritannien lebende Familie Bechtolsheimer für den Stedinger-Don Gregory-Sohn Stepdance (Z.: Klaus Kotschofsky, Visbek) an. Für 50.000 Euro kaufte der Schweizer Dressurreiter Hans Staub den gekörten Dimaggio-Sohn Disaronno (Z.: Clemens Tabeling, Bakum).

Teuerstes Springpferd war mit einen Zuschlagspreis von 70.000 Euro die staatsprämierte und bereits bis zur Klasse M hoch erfolgreiche Queen Jasmin (v. Quattro B-Landcapitol, Z.: Paul Rode, Lindern). René Tebbel übernimmt die weitere Förderung der für 62.000 Euro verkauften und bereits bundeschampionatserfahrenen Springstute Come on Mia (v. Come On-Alexis, Z.: Paul Haverkamp, Holdorf).

Teuerstes Fohlen war mit einem Zuschlagspreis von 47.000 Euro die Arko III-Vollschwester Arco’s Amati (v. Argentinus-Beach Boy, Z.: Peter M. Schütt, Enge-Sande). Teuerste OS-Offerte war mit 20.000 Euro die nach Belgien verkaufte Cosa Nostra (v. Contendro I-Carthago, Z.: G. Koene/Gr. Macke, Essen).

10.000 Euro erbrachte die Versteigerung von Siegerpreis (v. Sir Donnerhall-Alabaster, Z.: Brigitte Zilling, Glandorf) zugunsten des Oldenburger Sportfördervereins OLD. Käufer war Josef Auge aus Zehlendorf.

„Der Auktionsplatz Vechta hat einmal mehr Maßstäbe gesetzt“, kommentierte Verbandspräsident Wilhelm Weerda das phantastische Ergebnis der 69. Elite-Auktion. „Die Qualität und Rittigkeit unserer Pferde und das Potenzial unserer Fohlen hat Kunden aus 33 Nationen rund um den Globus angelockt.“ Auch Uwe Heckmann zeigte sich im Anschluss begeistert: „Und das Auktionsjahr in Vechta ist ja noch nicht zu Ende. Auch bei der 45. Winter Mixed Sales am 6. Dezember 2008 wird eine begehrenswerte Kollektion aufparadieren“, kündigte Oldenburgs Starauktionator an.

(TBe)

Preislisten: 
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