Oldenburger Pferde
Thu 20. Nov 2008
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26.11.2005 - 420.000 Euro-Rekord für den Sieger



Für den absoluten Rekordpreis von 420.000 Euro wurde der frischgekürte Siegerhengst der Oldenburger Körung versteigert. Den Kaiser Franz-Lefevre-Sohn sicherte sich Dressur-Olympiasiegerin Sissy Max-Theurer vom Schloss Achleiten in Österreich. Gezogen wurde der bewegungsopulente Dunkelfuchs von Thomas Staufenbiel aus Büttstedt, ausgestellt vom Gestüt Sprehe in Löningen.

Der 1d-Prämienhengst von Florestan I-Donatelli (Züchter: Oliver Kotschofsky, Visbek) wurde für 60.000 Euro der Hengststation Paul Schockemöhle in Mühlen zugeschlagen. 47.000 Euro war Dr. Susanne Wulfsberg vom Gestüt Floggensee im schleswig-holsteinischen Neritz der 1h-Prämienhengst wert, ein Sohn des Quidam’s Rubin (Mutter v. Carthago Z, Z.: Franz-Josef Broxtermann, Wardenburg). Den 1i-Prämienhengst ersteigerte der Schweizer Karl Manser für den Nationenpreis-Springreiter Urs Fäh.

Der gekörte scheckfarbene Publikumsliebling von Semper-Pablo aus der Zucht von Lorenz Ehlen in Scheuern ging für 110.000 Euro ins Gestüt Sprehe in Löningen. Anne Haase aus Fischerhude ersteigerte für 57.000 Euro einen gekörten Breitling W-Rohdiamant-Sohn (Z.: Hans-Heinrich Oltmann, Borstel).

Insgesamt wurde bei der Auktion der 23 gekörten und der 14 nicht gekörten Hengste der Oldenburger Körung ein Umsatz von 1.46 Millionen Euro erzielt. 14 Hengste wechselten ins Ausland. Der Durchschnittspreis der Prämienhengste betrug 145.500 Euro, der der gekörten 35.894 Euro und der der nicht gekörten Hengste 14.571 Euro.

Von der Körung des Springpferdezuchtverbandes Oldenburg-International (OS) gingen lediglich zwei gekörte Hengste und ein nicht gekörter Hengst über die Auktion. Für den gekörten Abke-Darnels-Sohn (Z.: B.L. Borghuis, NED-Beuningen) fiel der Hammer bei 36.000 Euro.

Wilhelm Weerda, Präsident des Oldenburger Verbandes, zeigte sich mit dem Verlauf der zweiten gemeinsam veranstalteten Körung der beiden Verbände und mit dem Ergebnis des Hengst-Marktes sehr zufrieden. Trotz Schneesturms und Verkehrschaos auf den Autobahnen war das Oldenburger Pferde Zentrum Vechta bis unters Dach mit Besuchern aus dem In- und Ausland gefüllt.

Der Zuchtleiter beider Verbände, Dr. Wolfgang Schulze-Schleppinghoff, äußerte sich zum Verbleib der Hengste: „Traditionell wird mit der Oldenburger und der OS Körung zunächst der Junghengst-Bedarf der eigenen Hengsthalter befriedigt.“ Dies erkläre auch, warum diverse Hengste gar nicht zum Verkauf stünden. So wird der 2. Reservesieger und als bester Springhengst ausgezeichnete Sohn von Ludwig von Bayern-Acord II bei seinem Züchter Gerd Sosath in Lemwerder aufgestellt. Bei ihrem Besitzer Paul Schockemöhle verbleiben der 1e-Prämienhengst von Diamond Hit-Santander H (Z.: Hans u. Britta Scherbing, Norddöllen) und der 1f-Prämienhengst von King Arthur/T.-Andiamo (Z.: Dr. Beata Hoemberg, Lienen). Auch das dänische Gestüt Blue Hors trennt sich nicht von seinem 1j-Prämienhengst von Dormello-Landadel (Z.: Berend-Reinhard Haschen, Jade).

Ähnlich das Bild bei den Prämienhengsten der OS-Körung. Der Sieger Charming Boy (v. Contendro I-Caletto I, Z.: Tanja Keller, Hechthausen) bleibt im Besitz von Anne Haase, Fischerhude, wird im Gestüt Vorwerk in Cappeln aufgestellt und von Mario Stevens sportlich herausgebracht. Der 1. Reservesieger von Cordalmé Z-Lord Pezi wird bei seinem Züchter Gilbert Böckmann in Lastrup in den Deckeinsatz gehen. Der 2. Reservesieger von Orlando-Landgraf (Z.: Georg Clausen, Rabenkirchen) bezieht seine Beschälerbox auf dem Zuchthof Klatte in Klein Roscharden.

Derzeit sind noch Kaufverhandlungen bezüglich des 1. Oldenburger Reservesiegers von Fürst Heinrich-Argentinus (Z.: Andreas Klinker, Molbergen) und des 1f-Prämienhengstes von Rohdiamant-Grundstein II (Z.: Harli Seifert, Löningen) im Gange.

(TBe)