Das Springpferd Oldenburg- International
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| Sandro Boy mit Marcus Ehning |
Die Zucht von Spitzenspringpferden für den internationalen Sport ist das Ziel des 2001 gegründeten SPRINGPFERDEZUCHTVERBANDES OLDENBURG-INTERNATIONAL e.V. (OS). Dieser ist tierzuchtrechtlich anerkannt und damit rechtlich gesehen eigenständig, arbeitet jedoch in enger Kooperation mit dem VERBAND DER ZÜCHTER DES OLDENBURGER PFERDES E.V. zusammen. Gemäß dem Zuchtziel werden besonders hohe Maßstäbe an das Springvermögen der Pferde, ihre Leistungsbereitschaft, Rittigkeit, Reaktionsschnelligkeit sowie ihre gesundheitliche Härte gelegt. Der SPRINGPFERDEZUCHTVERBAND OLDENBURG-INTERNATIONAL E.V. konzentriert seine züchterische Arbeit auf die Zusammenführung besten Zuchtmaterials, auch aus anderen Warm- und Vollblutzuchten, nicht zuletzt, um den Zuchtfortschritt möglichst rasch voranzutreiben. Die Zucht von hochveranlagten Springpferden ergab sich aus dem Bedarf für bewusst auf Qualität statt Quantität ausgerichtete Spartenzucht. Vermarktungsbedingungen und Zuchttrends zwangen Züchter bestens durchgezüchtete Springstämme mit Dressurblut zu kreuzen, wodurch kostbares genetisches Material für die Zucht von Springpferden verloren ging. Nicht nur im Hinblick auf die Selektionsbedingungen nimmt OS eine Vorreiterrolle ein, sondern auch in der Verbesserung der Absatzmöglichkeiten in Verbindung mit der Bereitstellung eines internationalen Tätigkeitsfeldes. Überalterte Grenzen des Ursprungs- und Nachzuchtgebietes wurden damit gesprengt und treten somit außer Kraft. Zuchtgebiet sind die Bundesrepublik Deutschland sowie die anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union.
In der Startphase galt es, eine ausreichende Zahl geeigneter Hengste den Züchtern per Hengstverteilungsplan zur Verfügung zu stellen. Hierzu wurden an die Zulassung und auch an die Vergabe von Einzeldeckgenehmigungen strengste Maßstäbe in Punkto Qualität angelegt, die auch bei der ersten Körung von OS Anfang Januar 2002 verbindlich waren. Wobei gerade in der Betonung von zu erbringenden Leistungsnachweisen im Sport eine der Besonderheit von OS deutlich wird, denn Selektion über Leistung heißt hier das Zauberwort.
Bedenkt man, dass an die 90 Hengste im Rahmen der ersten Körveranstaltung vorgestellt wurden und das die Zahl der zu registrierenden OS-Fohlen in diesem Jahr bei weitem die kühnsten Erwartungen übertrafen, kann man nur von einem grandiosen „Start up“ sprechen. Dass dabei sowohl die Stutengrundlage als auch die Fohlen höchsten Qualitätsnormen entsprachen, wurde etwa an dem eindrucksvollen Siegeszug des OS-Stutfohlens von Heinrich Höffer, gezogen von Cordalmé Z-Landadel, bei der Regionalqualifikation zum 2. Deutschen Fohlenchampionat und der Platzierung von Championesse als einzigem, rein springmäßig gezogenen Fohlen auf dem Endring im Finale von Lienen deutlich.
Die geweckte Begehrlichkeit spiegelte sich auch im Ergebnis der ersten reinen Elite-Fohlenauktion in Vechta wieder: 23 OS-Nachwüchse, samt und sonders aufwartend mit Springpedigrees oberster Güte, wurden zu einem hervorragenden Gesamtumsatz von 172.750 Euro verkauft.
Mit dieser sehr erfreulich verlaufenden Premiere bewährte sich denn auch die Entscheidung, die OS-Fohlen auf speziellen Brennterminen zu prämieren und gegebenenfalls die Auktionszulassung auszusprechen. Die vorgeschriebene Vorstellung der Fohlen im Galopp war zwar für einige Züchter und vor allem Vorführer etwas gewöhnungsbedürftig, hat aber die Entscheidungsfindung seitens der Prämierungskommission sehr positiv unterstützt.
Zielvorgaben für die kommenden Jahre
Weiterhin ist es OS ein besonderes Anliegen, seinen Bekanntheitsgrad zu steigern und Züchter aus ganz Deutschland und Europa zu gewinnen. Dabei ist unumgänglich, immer wieder hervorzuheben, das sich die Zahl der OS-Hengste noch auf überwiegend in Deutschland stationierte Beschäler beschränkt, aber der Anfang in Richtung Internationalität auf alle Fälle gemacht ist.






